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Aktuelles

07.07.2017

Bürgerschaftliches Engagement rückt immer mehr in das öffentliche Bewusstsein.

Es sind nicht nur deutsche Staatsangehörige, die sich für Asylsuchende einsetzen. Es sind auch Geflüchtete selbst, die im Rahmen von bürgerschaftlichem Engagement aktiv sind.
Bürgerschaftliches Engagement von Geflüchteten könnte eine Schlüsselrolle bei ihrer nachhaltigen gesellschaftlichen Integration spielen. Wobei öffentlich sichtbares Engagement von Geflüchteten zu einer offeneren Haltung der Bevölkerung führt, einer Radikalisierung vorbeugt, den Spracherwerb und erste Kontakte mit der neuen Gesellschaft erleichtert.

Besonders für die Personengruppe der Geflüchteten mit ungesichertem Aufenthaltsstatus ist bürgerschaftliches Engagement oftmals eine der wenigen Möglichkeiten der gesellschaftlichen Teilhabe. Viele verbringen etliche Jahre in Großunterkünften und sind mit rechtlichen Beschränkungen konfrontiert, die sie von Bildung und Arbeit und somit von einer möglichen Integration fernhalten. Für bürgerschaftliches Engagement benötigen Geflüchtete grundsätzlich keine Erlaubnis der Ausländerbehörde.

Der Begriff Bürgerschaftlichen Engagement steht für individuelles Handeln, das sich durch Freiwilligkeit auszeichnet, eine freiwillig erbrachte Arbeitsleistung ohne Entgelt, die sich am Gemeinwohl orientiert. Die folgende Studie mit dem Titel „Potentiale von Geflüchteten anerkennen – Soziale Integration durch Förderung von Bürgerschaftlichem Engagement und Selbstorganisation“ zeigt erste Erkenntnisse.
 
Zu den rechtlichen Rahmenbedingungen hier der Artikel der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb).
 
Das Projekt „Macht-Zusammen-Bielefeld“ der AWO Freiwilligenakademie OWL gefördert durch die Stadt Bielefeld greift diese Erkenntnis auf und vermittelt geflüchtete Menschen in bürgerschaftliches Engagement. Ziel des Angebotes ist es, die mitgebrachten Fähigkeiten der Geflüchteten aufzugreifen und Möglichkeiten des Engagements zu schaffen. Die Engagementmöglichkeiten haben dabei immer den Fokus auf gemeinschaftliche Tätigkeiten, wie zum Beispiel gemeinsames Gärtnern in einem Seniorenzentrum oder ähnliches. Für die Geflüchteten bedeutet dies, dass sie ihre Fähigkeiten einbringen können und zeitgleich Kontakte knüpfen und die deutsche Sprache trainieren können.

Ansprechpartner von „Macht-Zusammen-Bielefeld“
Benjamin Ludwig
Telefon: 0 521 9216 -274
E-Mail: benjamin.ludwig@awo-owl.de
http://www.freiwillige-owl.de/pages/de/freiwilligenakademie-owl/aktuelles.html