Freiwilligenakademie OWL
Aktuelles
16.01.2012
Integrationsbericht veröffentlicht, aber Integration macht nur geringe Fortschritte
Am 12.01.2012 stellte die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung Maria Böhm den zweiten Integrationsbericht vor.
Die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben hat sich bei den 16 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund in zentralen Bereichen verbessert, jedoch sind die Fortschritte im Vergleich zu deutschen Bürger/innen zu gering.
Der Bericht umfasst den Zeitraum von 2005 bis 2010. Im Bereich Bildung, Ausbildung und Frühförderung konnten Verbesserungen beobachtet werden. Jedoch kann nach wie vor, von keiner zufriedenstellenden Zahl derer gesprochen werden, die eine erfolgreiche Eingliederung in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt vorweisen können. Durch erschwerte Zugänge bei höheren Schulzweigen, haben Migrantinnen und Migranten auch weiterhin das Nachsehen.
Die Zahl der 18- bis 25-jährigen Migranten/innen, die ohne einen Schulabschluss sind, ist 2005 von 5,1% im Jahr 2010 auf 4,4% gesunken, trotzdem ist die Zahl zu gleichaltrigen Deutschen fast dreimal so hoch (1,6%), so dass hier weiterhin großer Handlungsbedarf besteht. Dabei war das Ziel der Bundesländer, die Anzahl der Schulabbrecher/innen bis 2012 zu halbieren.
Auch wenn die Betreuung von Kindern mit Migrationshintergrund unter 6 Jahren in den Kindertageseinrichtungen von 2008 bis 2010 um ein Drittel gesteigert wurde, wird durch die Einführung des Betreuungsgeldes nicht dazu beigetragen, diese Zahl weiter auszubauen und Kinder frühzeitig zu fördern. Derzeit besuchen 85,7% der drei- bis sechs-jährigen eine Kita, bei den deutschen Kindern liegt der Anteil bei 94.9%.
Der Bericht gibt zudem Aufschluss darüber, dass die Erwerbslosenquote bei Migrantinnen und Migranten von 18,1 (2005) auf 11,8 % (2010) gesunken ist, jedoch immer noch deutlich höher liegt als bei der Gesamtbevölkerung. Problematisch ist dabei vor allem, dass die erworbenen beruflichen Qualifikationen und Abschlüsse in Deutschland oft nicht anerkannt werden.
Obwohl vor Jahren Bund und Länder vereinbart hatten, mehr Migranten/innen in die öffentlichen Dienste zu bringen (Polizei, Schule, Behörde), werden auch hier wieder klare Defizite bei der Eingliederung sichtbar. Daran wird deutlich, dass es dem Bildungssystem derzeit nicht gelingt, Kinder mit Migrationshintergrund besser zu stärken, sowie auch die Eltern mit einzubinden und aufzuklären.
Den gesamten Integrationsbericht finden Sie unter:
Engagement-Card Bielefeld
Durch die Gewährung von Vergünstigungen soll ein öffentliches Signal der Wertschätzung für diese Arbeit geleistet werden. Sie soll auch ein Zeichen des Dankes sein.
Gemeinsam wird die Engagement-Card getrage von: gemeinnützige Sozial-Aktien-Gesellschaft Bielefeld, dem Bielefelder Jugendring e.V., den Freiwilligenagenturen Bethel und Bielefeld und der Freiwilligenakademie OWL.

Die Engagement-Card versteht sich als Würdigung und Anerkennung bürgerschaftlich engagierter Menschen in Bielefeld. 
Gemeinsam wird die Engagement-Card getrage von: gemeinnützige Sozial-Aktien-Gesellschaft Bielefeld, dem Bielefelder Jugendring e.V., den Freiwilligenagenturen Bethel und Bielefeld und der Freiwilligenakademie OWL.
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