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Armutsrisiko von Ein-Eltern-Familien verharrt auf hohen Niveau

In einer aktuellen Bertelsmann Studie „Alleinerziehende weiter unter Druck“ zeigt sich, dass trotz politischer Bemühungen, das Risiko in Armut zu leben bei den Alleinerziehenden mit 43% am höchsten ist. Im Vergleich zu Paarfamilien mit einem Kind sind es 9%, mit zwei Kindern 11% und bei drei Kindern 31%.

Gerade der Anteil der alleinerziehenden Mütter (88%) ist von Armut stark betroffen. Zwar ist der Anteil der Leistungsbezieher des SGB II gesunken, aber laut Studie ist das Risiko der Einkommensarmut von Ein-Eltern-Familien nicht gesunken, sondern bleibt gelichbleibend hoch. Armutsgefährdet sind die Personen, die weniger als 60% des mittleren Einkommens zur Verfügung haben. 2019 war dieses bei Alleinerziehenden mit einem Kind bei 1.396€. Die Tendenz von Ein-Eltern-Familien ist weiter steigend (2019: 1,52Mio., 2020: 2,2 Mio.).

Das Armutsrisiko hängt jedoch nicht damit zusammen, dass die Mütter weniger einer Erwerbstätigkeit nachgehen. Sie arbeiten sogar öfter in Vollzeit als Mütter aus Paarfamilien. Sie leisten viel in ihrem Alltag, erfahren aber wenig Anerkennung und trotz Arbeit reicht das Einkommen oft nicht aus.

Darüber hinaus ist der Blick auf die Zukunft ihrer Kinder noch eine zusätzliche Belastung. 45% der Kinder von Alleinerziehenden leben in einem SGBII-Bezug.  

Corona hat die ganze Situation noch einmal verschärft. Geschlossen Schulen und Kitas sowie Vereinsangebote haben wenig Entlastung geboten. Durch Arbeit im Niedriglohnsektor, sind auch die Wohnungsverhältnisse meist sehr beengt. Die Bertelsmann-Stiftung gibt hier die Empfehlung, um Kinderarmut zu vermeiden die Einführung eines Teilhabegeldes zu überdenken. Dieses soll einfach zu beantragen sein und gerade die Gruppe der Alleinerziehenden erreichen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

"Ich musste nicht lange überlegen, ob ich mitmachen möchte. Solch ein gutes Konzept für OWL muss man unterstützen."

Marianne Thomann-Stahl

Regierungspräsidentin a.D.