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Bielefelds Bunter Tisch 2018 - Kindersachen tauschen, Musik hören und Spaß haben

Bunter Tisch der AWO Freiwilligenakademie OWL und der Neuen Westfälischen zieht rund 500 Besucher*innen auf den Bielefelder Kesselbrink.

Gut erhaltene Kindersachen abzugeben und andere im Gegenzug zu bekommen – das war der Gedanke des 5. Bunten Tisch der AWO Freiwilligenakademie OWL und der Neuen Westfälischen (NW). Bei strahlendem Sonnenschein waren rund 500 Personen auf den Bielefelder Kesselbrink gekommen, um zu klein gewordene Anziehsachen oder ungenutztes Spielzeug abzugeben. „Eltern werden mit neuen Produkten überflutet. Ich habe einen kleinen Sohn, ich kenne das“, sagte Andrea Rolfes, Leiterin der NW-Lokalredaktion zu Beginn. So sammeln sich Berge aus Plastikmüll, kaum getragenen Hosen oder Pullis und nicht zuletzt hohe Kosten an. Die Veranstalter fanden: Das muss nicht sein.

Durch das Tauschen wurde der eigene Geldbeutel und die Umwelt geschont. Denn wenn Sachen solange genutzt werden, bis sie wirklich kaputt sind, müssen weniger produziert werden. Das verbessert das Klima und man tut zudem anderen etwas Gutes. Teilweise wurden ganze Kartons voll Kindersachen und Spielzeug mitgebracht und auf langen Tischen verteilt. Andere konnten sich so das wegnehmen, was sie brauchten. Was am Ende übrig war, konnte entweder wieder mit nach Hause genommen oder dem Bielefelder Frauenhaus gespendet werden. Für die musikalische Unterhaltung sorgten die Basement Boys mit einer Mischung aus Rock, Funk und Soul. Und damit auch für die Kleinen der Spaß nicht zu kurz kam, war auch das Spielmobil des AWO Jugendwerks vor Ort.

Entstanden war der Bunte Tisch vor fünf Jahren im Zuge der Flüchtlingswelle. „Wir wollten zeigen, dass wir uns in Bielefeld unabhängig von Herkunft oder Glauben für andere einsetzen, Solidarität zeigen und ins Gespräch kommen“, so Rolfes. Das Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und Populismus wird seitdem jedes Jahr zu einem anderen Thema wiederholt. Zum Abschluss danke Thorsten Klute, Vorstandsmitglied der AWO OWL, allen Besucherinnen und Besuchern, die so „ein Zeichen gegen Spaltung in Ostwestfalen-Lippe“ setzten. Zudem freute er sich über den Fokus auf die Familien und Kinder in diesem Jahr, denn „wir von der AWO arbeiten - wie die anderen Wohlfahrtsverbände auch – täglich daran, dass alle Kinder die gleichen Chancen in Deutschland haben“, so Klute.

"Ich musste nicht lange überlegen, ob ich mitmachen möchte. Solch ein gutes Konzept für OWL muss man unterstützen."

Marianne Thomann-Stahl

Regierungspräsidentin