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Corona-Chronik – Gruppenbild ohne (arme) Kinder

Fragen statt Forderungen: Richtungs- und zukunftsweisend!

Die bisherige Bewältigung der Corona-Krise für junge Menschen ist ein Prozess mit einigen

Erfolgen (z. B. im Infektions- und Gesundheitsschutz), aber noch keine Erfolgsgeschichte. Denn die Gruppen, die am härtesten getroffen wurden, werden kaum bedacht.

Notwendig ist zwar weiterhin eine Entscheidungsfindung mit so viel Sicherheit wie nötig und so viel Freiheit wie möglich. Doch Kinderrechte und psychosoziale Bedürfnisse zählen genauso sehr wie Gesundheitsschutz, Persönlichkeitsrechte und die wirtschaftlichen Folgen der Beschränkungen.

 

Die politische Debatte über notwendige Maßnahmen wird in der Zeit von März bis Mai 2020 nahezu vollständig aus der Perspektive von Erwachsenen geführt. Nach mehreren Wochen des Schweigens melden sich verschiedene Organisationen zu Wort, die mehr Berücksichtigung von Kinder- und Jugendbelangen fordern.  Ein Vorrang von Wirtschaft, Konjunktur und Arbeitsmarkt gegenüber Kindern, Familie oder Zivilgesellschaft verschärft die Situation und vergrößert Ungleichheiten.

 

Mit der Intention, Kinder und Jugendliche – und insbesondere arme und weitere sozial benachteiligte – mehr in den Mittelpunkt des Corona-Geschehens zu rücken als dies in den vergangenen Monaten der Fall war, haben Gerda Holz & Antje Richter-Kornweitz eine Streitschrift verfasst. Sie haben ihre Recherche auf der Grundlage von 60 Publikationen (wissenschaftliche Untersuchungen, Stellungnahmen und Positionspapiere, Reportagen, Praxis- sowie Presseberichte) zusammengefasst und die Entwicklung zwischen März und August 2020 mit Fokus auf die Gruppe der Kinder und Jugendlichen grafisch dargestellt. Fehlsteuerungen werden genannt und fachliche Impulse gegeben, damit die Kinder-, Jugend- und Familienperspektive mehr und anders in die Krisenbewältigung einfließen kann. Ziel ist, – mitten in der Krise – Ankerpunkte für einen anderen Umgang und für sozial inkludierende Handlungsstrategien durch Politik und Praxis zu nennen.

 

Unter folgenden Links finden Sie die gesamte Streitschrift und die Grafik.

Majdal aus dem Irak hilft bis zu dreimal in der Woche in der Küche des Seniorenzentrums „Wilhelm-Augusta-Stift“. Hier werden alte Menschen versorgt, die aufgrund von Krankheit oder Alter nicht mehr allein leben können. „Die Stadt hilft uns so viel, da will ich etwas zurückgeben. Die Schule ist nur nachmittags, da habe ich vormittags doch Zeit“, sagt Majdal.