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Ein Ja zur Freiwilligkeit - Ein Nein zur Dienstpflicht!

Der akute Fachkräftemangel, die Integration Geflüchteter und zunehmende Migration, ein spürbarer Rechtsruck in der Gesellschaft und das Gefühl von stetig weniger werdenden Zusammenhalt. Diese Themen belasten zurzeit viele Menschen, besonders im sozialen Sektor.

Als eine Lösung für einige dieser Probleme wird daher aktuell eine soziale Dienstpflicht vorgeschlagen. Nach der Schulzeit soll eine einjährige Tätigkeit im sozialen Sektor eingeführt werden. Dieser Idee liegt die Entlastung der Fachkräfte zu Grunde. Zudem sollen junge Menschen für den sozialen Berufssektor motiviert werden.

Die AWO steht dieser Dienstpflicht mit einer klaren Haltung gegenüber: Die Probleme vor denen wir stehen, insbesondere der Fachkräftemangel, wird sich nicht durch eine Dienstpflicht lösen. Die jungen Erwachsenen werden verpflichtet eine verantwortungsvolle Aufgabe zu erfüllen, bei der Freiwilligkeit, Freude an der Tätigkeit und Passion unabdingbar sind. Die Fachkräfte werden durch die Betreuung und Einarbeitung dienstpflichtiger Menschen zusätzlich belastet, statt entlastet. Die AWO hält daher daran fest, sich für eine bessere Bezahlung, Erhöhung der Attraktivität des Pflegeberufes und einen allgemeingültigen Tarifvertrag einzusetzen. Nur durch die Verbesserung der Bedingungen kann es gelingen, neue, motivierte Fachkräfte zu gewinnen, die ihren Job gerne machen.

Die Freiwilligenarbeit ist ein wichtiger Bestandteil vieler AWO Einrichtung und wird als sehr wichtig empfunden. „Was wir wirklich benötigen, ist mehr Wertschätzung und Anerkennung für Menschen, die einen Freiwilligendienst leisten“, sagt Wolfgang Stadler, Bundesvorsitzender der AWO. Freiwilliges Engagement stellt einen großen Mehrwert für die Gesellschaft, für die Freiwilligen und für die Einrichtungen dar. Die AWO vertritt auch weiterhin die Ansicht, dass das freiwillige Engagement im sozialen Sektor selbstbestimmt sein soll und die Rechte der Freiwilligen gewahrt werden, anstatt sie zu nutzen um Lücken im Dienstplan zu füllen.

"Die Wertschätzung des Anderen ist das, was ehrenamtliches Engagement ausmacht. Es ist Substanz einer humaneren Gesellschaft, das, was diese in ihrem Innersten zusammenhält. Deshalb übernehme ich gerne die Schirmherrschaft!"

Christina Kampmann

Landtagsabgeordnete NRW und Schirmfrau der AWO Freiwilligenakademie OWL