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Einsamkeit ist kein unausweichliches Schicksal im Alter

In den letzten Jahrzehnten hat sich eine starke öffentliche Debatte um die Themen soziale Isolation und Einsamkeit herausgebildet. Zwei Befürchtungen stehen innerhalb dieser Diskussion im Zentrum. Zum einen befürchten viele Menschen, dass im Alter das Risiko, einsam zu sein, enorm hoch sei. Zum anderen wird häufig die Meinung vertreten, dass der Anteil der Menschen, die unter Einsamkeit leiden, in den letzten Jahren stark zugenommen habe (Drinkuth 2018).

Der Deutsche Alterssurvey (DEAS) „Frauen und Männer in der zweiten Lebenshälfte – älter werden im Sozialen Wandel“ wird seit 1996 regelmäßig durchgeführt. Die repräsentative Langzeitstudie erhebt Daten zu den Lebensverhältnissen der Menschen im mittleren und höheren Erwachsenenalter (ab 40 Jahre und älter). Die Untersuchung zeigt, wie sich die Lebenssituation älterer Menschen über die Zeit entwickelt und verändert hat.

Die Auswertung zeigt, Einsamkeit ist kein unausweichliches Schicksal im Alter. Die Ergebnisse legen im Gegenteil nah, dass Menschen im höheren Alter ein geringeres Risiko haben können, einsam zu sein, als Personen im frühen mittleren Erwachsenenalter. Auch für eine starke Zunahme zumindest in der Prävalenz von Einsamkeit lassen sich keine Belege finden. Ein Anstieg in der Anzahl einsamer Menschen in der Bevölkerungsgruppe von 45 bis 84 Jahren ist allenfalls ein Ergebnis des Anwachsens dieser Altersgruppe.

Dennoch ist die öffentliche Debatte um das Thema wichtig. Die Hochrechnung ergab, dass im Jahr 2017 mehr als 3,5 Millionen Menschen in der Gruppe der 40- bis 84-Jährigen von Einsamkeit betroffen waren. Vielen Menschen fällt es schwer, über Einsamkeit zu reden und sich Hilfe zu holen. Maßnahmen, die es mehr Menschen ermöglicht sich aus der Isolation und Einsamkeit zu befreien, können niederschwellige Interaktions- und Teilhabeangebote im öffentlichen Nahraum wie die Förderung von Nachbarschaftskontakten sein. Auch ein ehrenamtliches Engagement ermöglicht sozial teilzuhaben, es kann sinnstiftend sein und das Gefühl vermitteln, gebraucht zu werden und mitbestimmen zu können.

Die Engagement-Card Bielefeld ist ein Zeichen des Dankes. Durch die Gewährung von Vergünstigungen wird ein öffentliches Signal der Wertschätzung für diese Tätigkeit geleistet. 
Gemeinsam wird die Engagement-Card getragen von: Gem. Sozial-Aktien-Gesellschaft Bielefeld, Bielefelder Jugendring e.V., Freiwilligenagenturen Bethel und Bielefeld und AWO Freiwilligenakademie OWL. Mehr Informationen gibt es hier.