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Für die Zukunft einstehen - Wie bürgerschaftliches Engagement für junge Menschen aussehen kann

„Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut!“ Mit diesem und anderen Sprüchen gehen jeden Freitag Jugendliche und junge Erwachsene auf die Straße, um für mehr Klimaschutz zu demonstrieren. Sie zeigen damit: ehrenamtlich engagieren kann sich jede*r – egal wie alt und mit welchen Vorkenntnissen. Dass auch junge Menschen bereit sind, für Themen, die ihnen wichtig sind, Zeit zu investieren, beweist derzeit die „Fridays for Future“-Bewegung sehr eindrücklich.

 

Der Vorwurf, die neue Generation sei unpolitisch und engagiere sich nicht mehr so stark wie frühere Generationen, wird zumindest in diesem Bereich nicht bestätigt. Im Gegenteil – tausende Jugendliche und junge Erwachsene beteiligen sich an den Demonstrationen und gehen für ihre Interessen auf die Straße. Die Streiks werden allein von jungen Menschen organisiert, meist neben der Schule oder dem Studium.

 

Den Anfang der weltweiten Bewegung setzte die damals 15-jährige Schwedin Greta Thunberg mit ihrem „Skolstrejk för klimatet“ (dt. Schulstreik für das Klima). Am 20. August 2018 setzte sie sich erstmals mit einem Schild vor das schwedische Reichstagsgebäude statt zur Schule zu gehen. Ihr Ziel war es, Politiker*innen bewusst zu machen, dass dringend konkrete Maßnahmen für den Klimaschutz ergriffen werden müssten. Immer mehr Schüler*innen schlossen sich ihr an und die Idee verbreitete sich nach und nach in Europa und der Welt.

 

Im Dezember 2018 fand zum ersten Mal ein Schulstreik für das Klima in Deutschland statt. Am 15. März 2019, dem ersten globalen Protesttag von „Fridays for Future“, nahmen in Deutschland etwa 300.000 Menschen an 220 Demonstrationen teil. Trotz der inzwischen großen Ausmaße ist die gesamte Organisation basisdemokratisch und ehrenamtlich. Die Aktivist*innen vernetzen sich über bundesweite und lokale WhatsApp- und Telegramgruppenchats. Auch in OWL ist „Fridays for Future“ angekommen: Es gibt bereits 15 Ortsgruppen, unter anderem in Bielefeld, Paderborn, Höxter, Gütersloh, Herford, Minden und Detmold. Viele kleinere Ortsgruppen treffen sich zu größeren Demonstrationen in Bielefeld, sodass beispielsweise am 24.05.19 rund 3000 Menschen mit Plakaten durch die Stadt zogen. Darunter sind hauptsächlich junge Menschen, aber der Protest ist inzwischen generationenübergreifend geworden. Ob „Parents for future“ oder „Opas for future“ – sich freiwillig engagieren und für die eigenen Werte einstehen, kann eben jede*r in ganz unterschiedlicher Form.

www.fridaysforfuture.de

"Mut, Gerechtigkeitsgefühl und Eigensinn  - das sind die Charaktereigenschaften, die das Engagement der Frauen und Männer bei der AWO Ostwestfalen-Lippe bestimmen. Kaum irgendwo sonst ist der freie Wille zur Aufrechterhaltung unserer solidarischen Gemeinschaft so wertvoll und effizient eingesetzt wie in der Freiwilligenakademie OWL."

Thomas Seim
Vorsitzender des Fördervereins der AWO Freiwilligenakademie OWL e. V. und Chefredakteur der Neuen Westfälischen